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Donnerstag, 22. Dezember 2016

Ferien für Ben

Gestern war Ben's letzter Schultag und er hat nun auch Ferien. Tamara hat schon seit einer Woche Ferien im College.

Die letzten 3 Schultage von Ben waren dann weniger stressful, denn da wurden viele Fundinge organisiert. Am Montag haben sie in Mathe noch einen letzten Test geschrieben und dann kamen keine sonstigen Schultests mehr. Mathe ist nun mal das Fach, wo sie am meisten "am Ball" bleiben müssen, denn er hat diese besondere Matheklasse dieses Jahr, wo sie das Mathe der 8. Klasse lernen und auch schon das Mathe der 9. Klasse (es gibt dann einen High School Credit dafür). Zum Vergleich: alle anderen Matheklassen bekommen in der gleichen Unterrichtszeit nur das Mathe der 8. Klasse beigebracht. Ben's Klasse gehen also mit doppelter Schnelligkeit durch den Stoff.

Diese kurze Woche hatten sie Spirit Week in der Schule. Montag war "Ugly Sweater Day". So nennt man diese meist gestrickten Weihnachtspulli mit grossen Weihnachtsmotiven darauf, die hier den ganzen Dezember von vielen Leuten gerne getragen werden. Dienstag war "Wear Red or Green" und Mittwoch war "Pyjama Day".

Ben besitzt keinen Ugly Sweater und trug Montag ein Oberteil mit lustigem Weihnachtsmotiv, Dienstag trug er etwas Rotes und Mittwoch wollte er natürlich nicht im Pyjama zur Schule gehen. Das mochte er nur in den ganz kleinen Klassen machen. Es gibt aber immer noch genug Kids, die das auch in der Middle School noch gerne machen:


Auf Montag hatte Ben sich besonders gefreut, denn nachmittags stand ein Ausflug mit dem Junior Beta Club an. Sie fuhren um 2:30pm zur Concord Mills Mall und waren dann ca. 9pm wieder an der Schule zurück.


Der Ausflug (Transportation) war kostenlos. Wir sollten nur Taschengeld mitgeben. Wir haben Ben über $ 50 mitgegeben, doch der gute Junge hat nur ca. $ 7 für chinesisches Essen im Food Court ausgegeben, lach! Wir waren begeistert, dass er nicht wahllos Geld ausgegeben hat und als Belohnung durfte er den Grossteil des Geldes für sich behalten. Einer seiner Freunde zum Beispiel hatte über $ 100 für teilweise sinnlose Dinge ausgegeben.

Ben war super gut gelaunt, als wir ihn abends bei der Schule abholten. Er hatte eine richtig gute Zeit gehabt. Sie waren meist in einer kleinen Gruppe zu fünft in der Mall unterwegs gewesen und er hat sich wohl besonders nett "um ein Mädchen gekümmert" und ihr Gesellschaft geleistet :-)))).

Ben wollte auch dieses Jahr wieder seinen vier Hauptlehrern ein kleines Weihnachtsgeschenk machen. Ich kaufte ein paar süße Dinge und Ben hat jedem eine freundliche Karte geschrieben und dann selber alles schön eingepackt:


Ich sollte dann für ihn nur das dünne Geschenkpapier obendrauf machen:


Am letzten Schultag nahm er dann die Geschenke für die Lehrer mit. Ich habe ihn dann bequemerweise die ca. 10 Minuten zur Schule gefahren.

Es war der 21. Dezember und somit offizieller Winteranfang und das zeigte sich an diesem Tag auch bei unserem Wetter. Wir hatten -3 Grad Celsius und mussten das erste Mal in diesem Winter das Auto kratzen. Auch das Gras war überall weiss gefroren. Unterwegs zur Schule:



Nachdem ich wieder zu Hause war, bin ich direkt meine morgendliche Walkingrunde durch die Neighborhood gegangen. Es war am Anfang noch etwas frisch, aber die Sonne hat so viel Kraft, dass es schnell wärmer wurde und der gefrorene weisse Rasen schnell wieder taute. Ein paar Fotos von meinem Rundgang:





In unserer Neighborhood wachsen sogar Palmen (zwei, lach! - siehe Foto):


An diesem letzten Schultag hatten Ben alle Unterrichtsklassen nur im 30-minütigen Takt und dadurch war die letzte Unterrichtsstunde ganz lang und sie hatten dann eine ausgiebige Weihnachtsparty gemacht. Man sollte sich vorher in eine Liste eintragen, was man mitbringen wollte (Ben: Chips). Es gab bei der Party wohl Cupcakes, viele Chips, Weintrauben, Möhrchen, Süßigkeiten usw. Jedes Kind bekam von den Lehrern ein kleines Tütchen mit Süßigkeiten als Weihnachtsgeschenk mit:


Und jetzt geniesst Ben seine Ferien in vollen Zügen!

Mittwoch, 21. Dezember 2016

A Celtic Christmas

Am Samstagabend haben wir ein tolles Music Event besucht. In Lenoir - einem kleinen Nachbarort - fand im Broyhill Civic Center diese Abendshow statt: "A Celtic Christmas" featuring "The Silvio Martinat Swing Band" and "Puddingstone". Beides sind bekannte Gruppen aus unserer Region, die es schon sehr viele Jahre gibt.

Es war unser erster Besuch im Broyhill Civic Center und es hat uns sehr gut gefallen. Vor Beginn der Show:


Als erstes war die Swing Band auf der Bühne und ihre Show dauerte ca. 45 Minuten. Sie spielten nicht wirklich "Celtic" Music (die spielte erst die zweite Band), sondern eher viele bekannte Weihnachtslieder, aber auch andere Songs. Wie das so typisch für Swing Bands ist, war ihre Music sehr mitreissend.

Ich hatte nur mein Cell Phone mit und die Qualität der Fotos ist nicht wirklich gut, lach:



Hier ein Video von der Swing Band:


Danach gab es eine 15-minütige Pause und anschliessend machte die Band "Puddingstone" weiter. Diese Gruppe war echt super. Sie spielen ganz verschiedene Musikrichtungen. Das ging von Americana bis Celtic, Folk, New Age, Flamenco, Renaissance und sogar Classical.


Der Sound dieser Band ist ganz besonders, da sie teilweise sehr ungewöhnliche und alte Instrumente benutzen und die teilweise zusammen mit modernen Geräten spielen. Sie benutzen: Gitarre, Geige, Viola de Gamba, verschiedene Flöten, Harfe, Hammered Dulcimer (= eine Art Zither), Gemshörner, dazu elektronische Windmaschinen, Drum Sets und Synthesizer. Das ganze gibt eine sehr interessante Mischung.

Das nächste Video zeigt eine tolle Version von "Amazing Grace", bei dem ein Hurdy Gurdy gespielt wurde (ein Instrument aus dem 12. Jh., was so ähnlich wie ein Dudelsack klingt):


Einige von den Musikern spielten immer wieder ein anderes Instrument und der Klang der Musik blieb deswegen sehr abwechselnd. Einer der Musiker war sogar stilecht im Kilt gekleidet:


Puddingstone spielten eine Stunde und dann gab es nochmals eine 15-minütige Pause und danach spielten sie nochmals ca. 45 Minuten. Für unsere $ 11 Eintritt wurde uns richtig viel geboten, lach!

Ein besonderer Gast gesellte sich dann dazu, der das Banjo spielte. Das war wieder ein sehr mitreissender Rhythmus und machte gute Laune:


Das absolute Highlight für mich, aber auch für Ben war der Auftritt der Irish Dancer. Das waren eine Gruppe von Jugendlichen und ein paar Kindern und die waren so richtig cool:


Die irischen Tänzer waren wirklich sehr gut - ich mag mir solche immer gerne ansehen:



Dann war die Show vorbei und auf dem Weg nach draussen hatte ich noch ein letztes Foto beim Weihnachtsbaum im Eingangsbereich gemacht. Tamara war diesmal leider nicht mit uns mit. Wir waren nur zu dritt, denn sie hatte schon andere Pläne für den Abend.

Montag, 19. Dezember 2016

Dog Sitting

Vor ein paar Tagen hatten wir einen Hund für 1,5 Tage bei uns, auf den wir aufgepasst haben. Es ist Gizzy, der Hund von meiner Freundin Marina. Es ist nicht das erste Mal, dass wir das für sie machen und es macht uns jedes Mal Spass.

Gizzy ist ein Shih Tzu und ist so ein richtiges Schosshündchen. Er sieht schon fast wie ein Kuscheltier aus und er ist super gut erzogen:


Wir mögen alle vier Gizzy gerne um uns haben, denn es ist super easy, auf ihn aufzupassen. Als Marina ihn zu uns brachte, war Tamara noch nicht zu Hause und so konnte Ben ihn erstmal voll in Beschlag nehmen. Oder sagen wir es mal so, Gizzy hat Ben voll in Beschlag genommen:


Erst hat er Ben's Hände abgeleckt und dann sogar seinen Hals, lach:



Gizzy sucht sich immer sein Plätzchen aus. So lag er auch neben mir auf der Couch, als ich mit dem Laptop beschäftigt war:


Die Hauptverantwortung für Gizzy hat aber jedes Mal Tamara. Sie geht Gassi mit ihm, füttert ihn und bei ihr im Zimmer schläft er:


Als ich abends hoch ging, sass Gizzy im Flur vor der geschlossenen Badezimmertür und wartete auf Tamara. Er folgte dann mir ins Schlafzimmer und als ich aus unserem Badezimmer zurückkam, da wartete er schon auf meinem Bett auf mich:


Als Tamara aus ihrem Bad kam, suchte sie Gizzy und hat ihn dann doch von mir "entführt". Er durfte bei ihr im Bett schlafen (ich wollte ihn gar nicht haben, wenn ich ehrlich sein soll, lach).


Auch als Ben xbox spielte, gesellte sich Gizzy schon mal gerne daneben:


Es ist schön, manchmal auf einen Hund aufpassen zu können, aber nicht immer die Verantwortung dafür zu haben. Wir reisen zu gerne und sind gerne spontan bei unseren Unternehmungen und da würde ein Hund uns zu oft ausbremsen. Es gibt sicherlich irgendwann mal wieder einen Sittingjob für uns mit Gizzy und das reicht uns völlig ;-) ...

Donnerstag, 15. Dezember 2016

Wir waren fleissig am Wochenende

Ich habe schon öfters erzählt, dass wir manchmal Lust auf das ein oder andere Gericht haben, was wir hier in den USA aber nicht so einfach kaufen können. Da bleibt uns nichts anderes übrig, als es selber herzustellen.

So ging es uns jetzt mit einer traditionellen Sorte von Bratwurst, die unsere Eltern in D jeden Winter machten. Wir hatten so richtig Lust darauf und natürlich kann man so etwas nicht einfach hier im Laden kaufen. So entschieden wir, dass wir es mal selber damit versuchen wollen. In D haben wir die Bratwurst nie selber gemacht, aber das "mussten" wir auch nicht, da wir sie uns einfach bei den Eltern bzw. Schwiegereltern holen konnten.

Wir kauften uns das Fleisch (Pork Tenderloin), Helmuth schnitt es in Würfel, würzte es und hat es dann durch den Fleischwolf gedreht. Mit Hilfe von diesem "Gerät" füllte er das Fleisch in den Wurstdarm und schon war die frische Bratwurst fertig. Wir hatten dies an diesem Wochenende gemacht, da wir ein paar Nächte mit (kleinen) Minustemperaturen hatten. So liessen wir die Wurst zwei Tage in der kalten Garage hängen und dann am Samstag haben wir sie im Smoker geräuchert:


Ben hatte Helmuth mit dem Smoker geholfen und ihm war es draussen etwas kalt geworden. So gab es anschliessend eine Pause vor dem Computer mit Popcorn und einer Hot Chocolate:


Sonntags hatten wir ein leckeres Mittagessen mit der neuen Bratwurst gemacht. Es hat super geschmeckt. Ben war auch sehr begeistert. Tamara war nicht zu Hause. Sie hatte das Wochenende mit Lindsay verbracht, doch sie hätte diese Wurst wahrscheinlich erst gar nicht probiert, lach. Simpel, aber sehr schmackhaft:


Ich hatte am Samstag Salzgebäck gebacken. Die Hälfte des Teiges habe ich als Brezeln ausgestochen und den Rest gab es als Salzstangen. Dann am Sonntag hatte ich Helmuth's liebste Plätzchen "Rosinenhoeckerli" gebacken:


Helmuth hatte bereits einige Tage vorher Fleisch für Kasseler eingelegt und hat das dann am Sonntag geräuchert. Kasseler haben wir bereits ein paar Mal hier selber gemacht. Es gibt hier auch eine Art Kasseler zu kaufen, aber das schmeckt uns nicht so gut, denn es ist nicht so zart, wie wir sonst Kasseler kennen. Das selbstgemachte dagegen ist sehr zart und lecker.

Die fertigen Kasselerstücke hatten wir dann in Scheiben geschnitten und in Portionen eingeschweisst und eingefroren. Das Gleiche haben wir auch mit der Bratwurst gemacht:


Ein sehr produktives Wochenende ging damit zu Ende...

Dienstag, 13. Dezember 2016

Christmas Parade

Bereits an dem Wochenende vor dem 1. Advent haben wir unsere jährliche Christmas Parade in Downtown Hickory gehabt.

Wir sind keine Fans von den ganz grossen Paraden, wie man sie zum Beispiel in Charlotte besuchen könnte. Wir mögen lieber die bescheideneren Paraden von Kleinstädten wie diese bei uns in Hickory. Die grosse Parade von Charlotte kann man dafür im TV anschauen, was ich auch stückweise gemacht habe.

Es sind immer viele verschieden geschmückte Wagen dabei und es werden Süßigkeiten ausgegeben - vor allem an die zuschauenden Kinder. Hier ein paar Fotos von ein paar der bunt geschmückten Wagen:





Der Wagen mit den Disney Prinzessinnen:



 Ein Wagen mit gewählten Schönheitsköniginnen (verschiedene Altersstufen):



Noch mehr kleine Schönheitsköniginnen - der "Royalty State Court":


Ein Auto von dem Friseur "Sport Clips":



Die nachgestellte Szene von Bethlehem:


Hier ein kurzes Video von der coolen Marching Band der Lenoir-Rhyne University in Hickory:





Und auf dem allerletzten Wagen kamen Mr. & Mrs. Santa mit ihrem Rentierschlitten:


Danach versammeln sich alle am Union Square, wo Mr. & Mrs. Santa auf der Bühne standen und einen grossen Hebel betätigten, der die Lichter des Weihnachtsbaumes auf dem grossen Platz anmachte. Und damit ist die Christmas Season in Downtown Hickory eröffnet:



Im Hintergrund sieht man den beleuchteten Baum:


Danach durften die Kinder zu Santa kommen, ihm ihre Weihnachtswünsche sagen und die Eltern konnten ein Foto schiessen:



Auf der Bühne am Union Square sang ein bekannter Musiker aus Hickory. Diese Livemusik fanden wir super toll und machte schön Stimmung (sehr kurzes Video):