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Donnerstag, 11. Februar 2021

Mit Ben bei der UNC Charlotte

Am 2. Januar haben wir einen kleinen Ausflug mit Ben gemacht. Wir wollten uns mal auf dem Gelände der University of North Carolina at Charlotte umsehen. Ben war schon zweimal da, aber für Helmuth und mich war dies der erste Spaziergang über das Campus dieser Uni. 

Die Fahrt dorthin dauerte 1 Stunde und schnell waren wir da:


Ben hat sich bei dieser Universität beworben und ist auch angenommen worden. Wie das aber in den USA üblich ist, hat er sich noch bei ein paar anderen beworben und hat noch etwas Zeit, um sich endgültig zu entscheiden. Diese Universität ist auf jeden Fall ein Favorit:


Wir haben das Auto geparkt und sind dann zu Fuss über das Campusgelände spaziert:



Es waren nur wenige andere Menschen dort unterwegs. Erstens war es ein Samstag, zweitens waren sowieso gerade Weihnachtsferien und drittens weiss ich gar nicht, wie die Uni das handhabt, ob nicht wegen Corona gerade alles nur online läuft.




Ich fand es toll dort mit all den grossen, imposanten Gebäuden. Ich konnte es mir auch gut vorstellen, wie es wohl aussieht, wenn überall Studenten herumlaufen:





















Das Gelände dieser Universität ist riesig und wir sind nur einen kleinen Teil davon abgegangen. Nur dass man eine Vorstellung von der Größe der Uni hat: Im Herbst 2020 haben sie einen Rekord gebrochen mit 30.000 eingeschriebenen Studenten 😳:


Von hier aus sind wir nur ca. 5 Minuten weiter gefahren zu einem mediterranen Restaurant, wo Helmuth und ich schon ein paar Mal waren. Wir mögen das Essen im "Le Kebab" sehr gerne und wussten, dass Ben das auch mögen wird.

Wir waren hier nicht mehr gewesen, seit die Coronakrise anfing, aber man kann auch draussen sitzen und das haben wir auch gemacht. Obwohl es Anfang Januar war, hatten wir sehr milde Temperaturen, so dass man das sorglos machen konnte.

Wir hatten uns alle drei für den Gyro Plate entschieden. Wie ich später von einer Freundin in D hörte (auf WhatsApp), fand sie das etwas ungewöhnlich, wie dieses Essen hier in den USA aussieht und sie meinte, dass es für sie in dieser Form nicht so lecker aussieht, aber da kann ich euch beruhigen, denn es schmeckt unheimlich gut. Man konnte zwei Beilagen wählen und während Helmuth und ich uns für Suppe bzw. Gemüse zum Reis entschieden, nahm der Teen Ben Reis UND Pommes, lach! Als Vorspeise hatten wir Hummus mit Pita Bread geteilt.

Zu unserer Überraschung servierten sie uns das Essen in to-go Boxen, scheinbar ist das üblich, wenn man draussen isst. Am Ende war das aber echt gut, denn die Portionen in diesen Dosen waren riesig und wir konnten die Reste direkt mitnehmen und haben noch 2 Tage davon gegessen, so viel war das:


9 Kommentare:

  1. Große Universität und aussehen ist von außen auch gut. Wie ist das mit der Uni selbst? Staatliche sind ja dort für jedermann zugänglich oder? Ist das denn auch gut? Irgendwie hat man den Eindruck das jeder für alles dort ja ein Studium braucht, aber viele dennoch danach beruflich nicht gerade gut gestellt sind.

    Ich weiß ihr seid ja doch noch "Deutsche" und schaut ganz anders auf eure Kinder.
    Aber es interessiert mich dennoch. Hier kann ja nicht jeder studieren, auch wird schon zuvor viel abverlangt. Ok, hier ist auch nicht jeder wo studiert automatisch gescheit 🤣 bei manchen frägt man sich auch als, wie die es schafften.

    Ihr wisst ja selbst, dass viele in der USA studieren und im Beruf frägt man sich, wo sie was gelernt haben, weil es an der Umsetzung fehlt und sowas wie eine Berufslehre gibt es ja nicht. Nicht umsonst kommen "Deutsche" in der USA sehr weit und sind in der Schule auch meist Klassenbeste, woran mag das wohl liegen 😉

    Private Universitäten sind nicht möglich? Wäre ja auch ne Möglichkeit oder gänzlich zu teuer? Einige in Deutschland müssen auch Uni finanzieren und dann zurück zahlen. Hier kostet es auch etwas, aber das ist nur ein Klacks an Beitrag.

    Spannende Zeiten für die Jungs😊

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    1. Im Moment kann man wegen Corona die (meisten) Unis nur von aussen touren und ansonsten kann man meistens eine online Tour durch die Uni machen. Ben hat bei der UNC Charlotte sogar zwei richtige Touren mitgemacht, da er zweimal mit der Schule hier war.

      Ja, dies ist eine staatliche Uni und wir bevorzugen staatliche Unis, da die privaten nochmals ein ganzes (unverschaemtes) Stueck teurer sind. Zum Glueck gibt es in NC sehr viele, sehr gute staatliche Universitaeten mit einem guten Ruf. Das ist nicht in jedem State so. Und man moechte in seinem State studieren, da man in-state einen ganz anderen Preis zahlt als ein out-state Student. Die offizielle Angabe bei der UNC Charlotte ist zum Beispiel, dass die Tuition (= nur das Schulgeld) fuer in-state Students $ 7.300 ist und fuer einen out-of-state Student $ 20.740!! Aber das ist noch nicht alles an Geld, denn das ist nur das Schulgeld sozusagen fuer den Unterricht. Dazu kommt dann noch massig viel Geld, falls man auf dem Campus wohnt, dann noch mehrere Hundert Dollar fuer die Parkgebuehr pro Jahr, Buecher sind ungemein teuer (locker nochmals einen Tausender) usw.usf.

      Du fragst ob staatliche Unis fuer jedermann zugaenglich sind? Nicht wirklich so ohne Vorbedingungen. Sowohl staatliche als auch private Schulen sind aber fuer jeden zugaenglich, der das High School Diploma erreicht hat (machen nicht alle) und dann zaehlt natuerlich der GPA, sprich Notendurchschnitt. Deswegen muss man sich ja bewerben mit seinen Zeugnissen und vielen anderen Angaben, die die Unis haben wollen. Manchmal wollen sie sogar, dass du ein Essay schreibst. Du brauchst of einen Mindest-GPA von xy, um irgendwo akzeptiert zu werden. Wieder am Beispiel der UNC Charlotte, die haben eine Acceptance Rate von 65%. Es wird also nicht "jeder" genommen.

      Studieren in den USA ist einfach ein teurer Spass, lach. Wir leben hier und akzeptieren das so und sehen, wie man das am besten geregelt bekommt. Ben koennte ja auch nach D oder Europa zum studieren, aber das wollen wir (er aber auch) nicht. Da er durch das Early College, wo er jetzt ist, 2 Jahre Studium gespart hat, erleichtert uns das den kompletten Weg sehr.

      Wir haben hier in Hickory auch eine private Universitaet und bei denen kostet die Tuition $ 39.900!!! Ja, da staunst du nicht schlecht, lach. Fuer Students, die aber in unserem Kreis wohnen, haben sie das als halbiert angeboten, was aber immer noch sehr viel ist. Man hofft dann auf staatliche finanzielle Hilfe, dazu Stipendien und irgendwelche "Grants" und senkt sich auf diese Art seine Geldausgaben. So laeuft das hier. Wenn man arm und gescheit ist, bekommt man eigentlich ganz gut Hilfe, um es zu schaffen. Die Mittelklasse hat es eigentlich am schwersten, da von ihnen erwartet wird, dass sie das selber bezahlen koennen, aber so reich ist man dann noch nicht, lach!

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    2. Ich Labertasche hatte einen so langen Kommentar hierzu geschrieben, dass Blogger den nicht zuliess. Musste das nun teilen und das ist mir auch noch nicht passiert, lach! Hier geht es weiter:

      Dann gibt es noch die Community Colleges und unseres in Hickory hat einen super Ruf. Am Community College kann man aber keinen Bachelor machen, das geht nicht so weit. Man kann aber offiziell ein 2-year degree machen, mit dem man schon viel in der Arbeitswelt machen kann. Das ist dann vielleicht eher zu vergleichen mit Leuten, die in D eine Ausbildung machen. Bei uns in Hickory wird man dort zum Beispiel Schweisser, Moebelindustriearbeiter (keine Ahnung wie die offizielle Berufsbezeichnung ist, hahaha), man lernt den Beruf zum Zaehne reinigen, Kosmetiker und ganz viel mehr. Dies ist dann mehr fuer Leute, die keine Lust haben so viele Jahre zu studieren, oder auch nicht die finanziellen Mittel haben. Auf diesem Community College kann man genau so seine 2 ersten Basisjahre von jedem Studium machen, damit sein Associate Degree machen und wenn man zu einer 4-year-University geht, macht man nur noch 2 weitere Jahre bis zum Bachelor. Die Tuition am Community College ist sehr, sehr viel guenstiger als an Universitaeten. In Hickory zum Beispiel kostet die Tuition fuer einen in-state Student wohl bis zu $ 1.400, je nachdem wieviel Klassen man belegt. Und fuer einen out-of-state Student bis zu 4.400.

      Studieren in den USA ist ein sehr komplexes Thema, lach. Ich habe hier jetzt gerade einen Riesentext geschrieben, lach, basierend auf das, was wir gelernt haben. Ich hoffe, ich habe jetzt nicht noch mehr Verwirrung gestiftet.

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    3. Super interessant! Danke für die ausführlichen Infos!
      Weißt Du auch, was es mit den bis zu 80% Rabatt auf Studiengebühren für GreenCard Besitzer auf sich hat? Diese Info habe ich von 'The American Dream', über die ich früher ein paar mal an der GreenCard Lotterie teilgenommen habe. Das dürfte für Ben doch in Frage kommen und würde den Preis ordentlich drücken.

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  2. Oh wow Hedda, ich danke dir für die ausführliche Erklärung. Da sieht man mal wieder, dass Medien nicht gleich Medien sind. Das ist schon eine komplizierte Entscheidung, die man da immer wieder treffen muss. Und wenn man da natürlich Eltern an der Seite hat, die einen unterstützen, klappt vieles auch. Hat wohl auch nicht jeder leider. Da gibt es also genügend Möglichkeiten, Abschlüsse für gute Berufe zu erlangen.

    Da ist es hier ja sehr viel einfacher. Außer einige überlaufende Studiengänge, da stehen viele auf der Warteliste usw.!

    Ist auf jeden Fall schön, dass Ben zu Hause (nah) etwas gefunden hat. Jonas ist auch froh, wärend den nächsten 3 Jahren ab Herbst, die Vorzüge von zuhause mitnehmen zu dürfen.

    Das war jetzt echt spannend zu lesen und nochmals danke für die Ausführlichkeit.



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    1. Wenn man anfängt, dieses komplexe Thema zu erklären, dann kann das schon mal aus dem Ufer laufen, wie man bei mir oben sieht 🤣.

      Und wie gesagt, Ben hat noch Zeit, sich zu entscheiden und alle Möglichkeiten abzuwägen, aber diese Uni ist von allen, die ihn interessieren am nächsten zu uns und sie schneidet sehr gut ab 😉.

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    2. Ja da hast Recht, über Bildung usw. könnte man lange reden und vergleichen. Mich hatte es jetzt echt mal interessiert. Ihr seid ja dort und wisst es am besten.

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  3. Das "Gyros" sieht bei uns teilweise auch so aus und ich mag es nicht, ich mag à l'ancienne und das sieht aus wie Gyros aus Deutschland, ob das jetzt das echte Gyros ist, weiss ich auch nicht....ich war noch nicht in Griechnland ;) Hier gibt es viele "echte" Griechen, also kann ich mir schon vorstellen, dass diese Art von Gyros echt ist....das Tzatziki schmeckt auf jeden Fall!

    Bildung ist immer spannend, wenn man im Ausland ist und dazulernen muss, da man es anders gewöhnt ist.

    Wir sind auch gerade dabei, es zu verstehen, Kind 1 ist wieder mal das Musterkind, bei Kind 2, weiss ich dann hoffentlich Bescheid....

    Vorerst haben wir erstmal kapiert, dass man in der Sec 4 und Sec 5 SN Mathe und nicht CST Mathe belegen sollte, sonst hat man nachher nicht freie Wahl an der Uni auf das Studienfach, denn SN Mathe ist bei vielen Studienfächern Voraussetzung - ausser Jura (natürlich) und alles wofür man so jetzt kein Mathe braucht ;)

    Auf dem CEGEP (College, kind of Abitur) kann man nicht überall dieses Mathe nachholen, also sollte man es besser schon in der Secondaire hinter sich gebracht haben....an unserer Schule muss man mindestens 75% als Durchschnittsnote in der Sec 3 haben, sonst wird das wahrscheinlich nichts....in Coronazeiten hatten wir da natürliche eine spannende Videokonferenz, denn viele Eltern waren sehr daran interessiert, das ihr Kind SN belegt, obwohl die Note gerade nicht so gut sind. Ist wohl am Ende in jedem Land gleich ;)
    So läuft es zumindest hier in Québec, keine Ahnung wie es da im Rest von Kanada abläuft...

    Und bezahlen muss man hier auch, allerdings haben wir auch BAFÖG, so kann eigentlich jeder studieren und so viel ich verstanden habe, richtet es sich nicht nach dem Einkommen der Eltern, der Student wird als eigene Einheit gesehen.

    Allerdings habe ich hier auch schon gehört, dass es "Unterschiede" bei den Unis gibt, wie es halt in jedem Land ist. RWTH Aachen ist der Himmel, Wuppertal weniger. Ich habe bei uns auch festgestellt, dass es eindeutige Präferenzen für die Einstellung von Interns gibt, wir haben meist nur Interns von zwei Unis (Sherbrooke und John Molson Business School), was ich eigentlich echt schade finde, aber so isses wohl. Mich hat letztens auch ein Intern gefragt, wo ich denn studiert habe. War wohl wichtig, da musste ich ihn leider enttäuschen ;)

    Wir werden uns mal überraschen lassen, wie es so weitergeht. Ich wünsche Ben auf jeden Fall, dass er die richtige Uni für sich findet!

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    1. Ja, das ist ein sehr komplexes Thema. Wir Eltern im neuen Land versuchen uns so schlau wie möglich zu machen, um die Kinder mit zu beraten, aber glücklicherweise sind die Kids schlau und informieren sich viel 😉. Ben weiss da wesentlich mehr als ich.

      Ich vermute mal, dass Studieren in Canada sicherlich günstiger ist als hier. Aber es gibt überall Mittel und Wege 😊.

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