Ich fühlte mich also zeitweise wie ein Tourist in der alten Heimat. Ich besuchte Orte, die ich schon von früher kannte, aber auch neue Orte, wo ich noch nie vorher war.
Der erste Ausflug führte uns am Samstag, dem 5. August nach Königswinter am Rhein in der Nähe von Bonn. Ich hatte die Nacht vorher bereits bei meiner Schwester im Haus übernachtet, wir hatten morgens schön zusammen gefrühstückt und dann konnte es gleich losgehen.
Die Fahrt dorthin dauert ca. 50 Min. Das Wetter war morgens noch etwas durchwachsen und fühlte sich noch etwas frisch an, aber was kann man machen... Man muss es nehmen, wie es kommt, ist meine Devise.
Unser Ziel in Königswinter war der Drachenfels. Kennt ihr die Sage von Siegfried, der gegen den Drachen gekämpft hat? Dieser Kampf soll hier oben im Siebengebirge stattgefunden haben, wo Siegfried den Drachen, der die Königstochter bewachte, besiegt hatte und die Befreite dann zu ihren Eltern nach Worms zurückbrachte.
Auf den Drachenfels kann man mit einer Zahnradbahn hochfahren:
Kinder können auf einem Esel hinauf reiten und man kann natürlich zu Fuss hoch hinauf, was wir gewählt hatten. Auf dem Weg nach oben bieten sich einem immer wieder schöne Ausblicke auf den Rhein (was bei Sonnenschein natürlich viel besser aussehen würden):
Auf halber Höhe ungefähr befindet sich das Schloss Drachenburg, gebaut im späten 19. Jh:
So sieht das Schloss Drachenburg von weitem in seiner vollen Pracht aus:
Und dann waren wir oben auf dem Drachenfels angekommen. Diesen Ausblick habe ich schon oft bei schönerem Wetter gesehen, denn auf dem Drachenfels waren wir schon öfters:
Und da ist dann die Burgruine Drachenfels, eine Höhenburg auf 321 m Höhe. Sie entstand zwischen 1138 und 1149:
Dann machten wir uns - natürlich wieder zu Fuss - auf den Rückweg:
Wir sind dann etwas durch das kleine Städtchen Königswinter geschlendert. Später haben wir uns in der Altstadt ein Restaurant für das Mittagessen ausgesucht. Inzwischen besserte sich das Wetter zusehends und man konnte schön draussen sitzen. Ich hatte ein Jägerschnitzel - lecker war's:
Nach dem guten Essen machten wir noch einen Spaziergang an der Uferpromenade des Rhein und dann machten wir uns auf den Weg zu unserem nächsten Tagesziel:
Die Fahrt führte uns weiter ca. 55 Minuten bis nach Koblenz, wo wir zum Deutschen Eck wollten. Wir parkten erst das Auto und kamen dann schon direkt an der Historiensäule vorbei:
Die Historiensäule zeigt die verschiedenen Etappen der 2000 Jahre alten Geschichte der Stadt Koblenz:
Spaziergang am Wasser entlang Richtung Deutschem Eck:
Am gegenüberliegenden Ufer sieht man die Festung Ehrenbreitstein:
Es roch so herrlich nach frisch gegrillter Bratwurst und wir kauften uns welche. Ich musste sofort einmal reinbeissen, noch bevor ich ein Foto machen konnte, haha. So eine gute, echte, deutsche Bratwurst gibt es bei uns in den USA nicht so einfach:
Dann waren wir am Deutschen Eck angekommen:
Das Deutschen Eck in Koblenz ist die Ecke, wo die Mosel in den Rhein mündet. Das majestätische Ehrenmal für Kaiser Wilhelm bildet einen tollen Hintergrund. Mit seinen 37 m Höhe dominiert das Denkmal den ganzen Platz. Die Reiterstatue alleine ist 14 m hoch. Man sieht dort oben Kaiser Wilhelm begleitet von der Siegesgöttin:
Wir stiegen die über 100 Stufen zum Aussichtsring am Reiterdenkmal hoch und von dort oben hat man einen tollen Blick auf das Deutsche Eck:
Die befestigte Landzunge deutet wie ein Pfeil auf die Mündung:
Koblenz hat mir sehr gut gefallen. Wir sind dann noch eine ganze Weile durch die Altstadt und Fußgängerzone von Koblenz gegangen. Überall kann man die Fassaden der schönen alten Häuser bewundern, alte Kirchen, überall gibt es Möglichkeiten zum gemütlich draussen sitzen usw.
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| Basilika St. Kastor = aelteste Kirche von Koblenz |
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| Liebfrauenkirche |
Abends sind wir dann noch kurz bei meiner Freundin Kathi gewesen, denn sie hatte mir eine besondere Spezialität zu Essen besorgt - "Baumstrietzel". Ihre Schwester backen diese selber und verkaufen sie auf Stadtfesten und Märkten. So lecker die Dinger:
Dann ging es nach Hause zu meiner Schwester, wo ich auch diese Nacht übernachtete. Vorher genehmigten wir uns einen kleinen Schlummertrunk, einen selbstgemachten Kirschlikör:





















































































