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Dienstag, 14. März 2017

Auf Sommerzeit umgestellt

Am Wochenende wurden bei uns die Uhren schon auf Sommerzeit umgestellt. Soweit ich weiss, wird das erst in zwei Wochen in Deutschland gemacht. So sind wir zu Zeit nur noch 5 Stunden hinter Deutschland.

Sonntag fing also die sogenannte "Sommerzeit" an, aber wir wachten zu diesem sehr ungewohnten Anblick auf:



Es hatte tatsächlich - wie vorher angekündigt - in den frühen Morgenstunden bei uns geschneit. Schnee im März ist bei uns sehr, sehr selten, aber möglich. Das letzte Mal, dass es ein bisschen Schnee im März gab, war wohl in 2010 (ein Jahr bevor wir hierhin gezogen waren).

Wie das aber so bei uns in NC ist, blieb der Schnee natürlich nicht liegen. Bis wir mit Frühstück fertig waren, war der Schnee auch schon wieder wie weggeblasen, lach:


Sonne, blauer Himmel und KEIN Schnee mehr in unserer Neighborhood:






Auf der Weg zum Park, wo wir spazieren gehen wollten (zu zweit):




Im Glenn Hilton Memorial Park:











Wir hatten dann Hunger und machten mit Ben aus, dass wir ihn eben zu Hause abholen und sind dann zu Cici's Pizza gefahren. Hier gibt es ein leckeres grosses Buffet zum kleinen Preis:

Freitag, 10. März 2017

Tornado Warning

Am 1. März hatten wir wunderbares warmes Wetter. Es war vormittags sonnig mit blauem Himmel und wir hatten an dem Tag tolle 23° C. Morgens auf meiner Walking Runde durch die Neighborhood traf ich meine Nachbarin Betty und sie sagte mir, dass wir nachmittags "severe weather" (= Unwetter) zu erwarten hätten. Ich hatte bis dahin noch nichts davon gehört. Wenn aber das Wetter so herrlich aussieht, kann man sich gar nicht vorstellen, dass es später wirklich schlimm werden könnte.

Ich hatte auch gar nicht weiter darüber nachgedacht und als ich am späten Nachmittag in der Küche am Kochen war, bekam ich plötzlich so eine automatische Warnungs-Textmessage auf mein Cell Phone:



Tornado "Warning" bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit gross ist, dass ein Tornado sich formen kann (Tornado "Watch" wäre die Vorstufe davon, aber da waren wir schon vorbei). Was mich etwas schockte, war die Formulierung "Take shelter now." Wie, ich soll mich sofort in Sicherheit bringen??? Ich erst ans Fenster gerannt und hinausgeschaut...

Der Himmel sah auf jeden Fall düster aus. Ich sah noch andere Nachbarn draussen stehen und in die eine Himmelsrichtung schauen, abwartend, was nun wirklich passiert...


Ich habe weiterhin immer den Himmel im Auge behalten, um zu sehen, was passiert, während ich auf dem Laptop den lokalen Channel eingeschaltet hatte, der nur über den Wetterverlauf sprach. Der Himmel verdüsterte sich sehr:



Zwischendurch bekam ich von Zeit zu Zeit immer wieder Alerts-Messages als Update auf das Handy Die sahen dann über die nächsten Minuten so aus:


Der Sturm kam von Westen und zog über uns hinweg Richtung Osten. Westlich von uns hatte man sogar "Rotations" (= Winddrehungen) gemessen und deswegen musste man das sehr im Auge behalten. Wir hörten von Berichten von sehr grossen Hagelkörnern (ca. 2,5 cm Durchmesser), doch glücklicherweise gab es bei uns gar keinen Hagel.

Ich war nur mit Ben zu Hause und er war oben in seinem Zimmer am Hausaufgaben machen. Ich rief ihn runter, aber er war überhaupt nicht "impressed". Er glaubte nicht daran, dass wirklich etwas passieren würde. Dazu muss man aber auch sagen, dass hier in Hickory noch nie so wirklich "schlimme" Tornados waren. Tamara war mit Lindsay im YMCA zum Sport machen und die textete mir, dass sie alle unten im Keller in Sicherheit gehen mussten.

Dann rief Helmuth von der Arbeit an und machte mich dann doch etwas ängstlich. Er fragte, ob wir schon alles unten im Einbauschrank vorbereitet hätten, dass wir dort in Sicherheit gehen können... Upps, äh - nein.

Ich habe dann doch ein paar Sofakissen, Wasserflasche und Taschenlampe in den Closet unter der Treppe geworfen, damit Ben und ich dort im Notfall schnell verschwinden könnten und Ben kam dann doch aus seinem Zimmer. So sah es in dem Raeumchen unter der Treppe aus - wirklich daran geglaubt habe ich nicht, deswegen habe ich die Regale drinnen gelassen:


Der Himmel sah schon beängstigend aus und ich schaute angestrengt, ob sich die (befürchteten) Trichterwolken bilden:



Irgendwann entlud sich das Gewitter in heftigem Wind und sintflutartigem Regen:



Dann war die Gefahr aus unserer Gegend weitergezogen. Ich war natürlich erleichtert. In unserer Gegend gibt es ca. jedes Jahr um diese Zeit einmal so eine Warnung wegen der Gefahr von Tornados, aber richtig schwere Tornados mit Toten oder so gab es noch nie. Es gibt dann schon mal umgestürzte Bäume oder ähnliches und das war es auch schon.

Am nächsten Morgen sah alles wieder normal aus. Bei uns in unserer Neighborhood:


Übrigens gab es erst gestern einen Tornado in Würzburg, Deutschland. So weit ich gelesen habe, wurden 20 - 30 Dächer abgedeckt, Bäume umgeknickt und Gartenhäuschen umgeweht. Es gibt da ein Video und Fotos im Internet von dem (sehr fotogenen, lach!) gestrigen Windtunnel in Deutschland.

Donnerstag, 9. März 2017

Sonntags am Lake James

Am Sonntag sind wir zum Mittagessen zum "Wild Wok" gefahren.


Nach dem Mittagessen fuhren wir von hier aus direkt zum Lake James State Park, wo wir wandern wollten. Auf dem Weg dorthin:


In der Ferne sieht man wieder die Blue Ridge Mountains:



Nach ca. 45 Minuten waren wir im State Park angekommen:




Hier hat der Lake James einen schönen sandigen Badestrand:



Zum Wandern suchten wir uns den Mill's Creek Trail aus. Dieser Rundweg ist 3,6 Meilen (= 5,8 km) lang. Er geht erst quer durch das Waldgebiet und danach entlang vom Lake, wobei man immer wieder zwischen den Bäumen einen Blick auf den Lake erhaschen kann.







Dann plötzlich änderte sich unsere Umgebung und hier war das Unterholz und teilweise grosse Bäume schwarz verbrannt. Ich hatte vor ein paar Monaten auch hier im Blog davon berichtet, dass es besonders in Western North Carolina ganz viele Waldbrände gab, die wochenlang wüteten und wir spürten an manchen Tagen den Rauch sogar bei uns in Hickory. Hier war auch eins von diesen Feuern gewesen:




Das Ganze sah für mich teilweise so gespenstisch und unrealistisch aus:



Nach der Wanderung holten wir ein paar Campingstühle aus dem Auto und gingen noch etwas an den Strand des Lake James:







Wir blieben aber nicht sehr lange dort, weil erstens ein kühles Lüftchen am See ging und zweitens Tamara nach Hause musste, da sie noch an Hausaufgaben arbeiten wollte.

Wir hatten morgens wieder leckeres Brot gebacken und das riecht und schmeckt immer so super gut. Zum Abendessen gab es dann eine deutsche Brotzeit mit dem frisch gebackenen Brot und dazu Aufschnitt aus den europäischen Läden in Charlotte.