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Sonntag, 18. September 2016

Benzin wird knapp bei uns

Eine wichtige Pipeline ist in Alabama undicht geworden und es sind wohl 252.000 bis 336.000 Gallonen Benzin in einen nahegelegenen Teich ausgelaufen. Diese Pipeline läuft von Houston / Texas bis nach New York und sie geht auch durch Charlotte und Greensboro hier in North Carolina.

Die Pipeline wurde gesperrt, nachdem man das Leck entdeckt hatte und sie versuchen das nun zu reparieren, was aber wohl nicht so einfach geht. Dadurch wird nun in den States Tennessee, Alabama, Georgia und in South & North Carolina eine Benzinknappheit in den nächsten Tagen erwartet. Bedingt dadurch werden auch die Spritpreise etwas hochgehen. Man erwartet aber (nur) ca. 20 Cent Preisanstieg pro Gallone (= 3,78 l) und es soll zeitbegrenzt sein.

In einigen von diesen States wurde bereits der "State of Emergency" erklärt und auch unser Governor hat gestern bei uns in North Carolina den Notstand ausgerufen. Man kann noch nicht voraussagen, wie lange es dauern wird, bis das Leck an der Pipeline repariert werden kann.

Gestern Nachmittag waren wir bei Ben's Soccer Game mit den Eagles in Mooresville und anschliessend waren wir noch in Hickory und wunderten uns bei zwei grossen Tankstellen, an denen wir vorbeifuhren, dass keine Preise auf der Anzeigentafel standen. Wir haben uns aber nichts weiter dabei gedacht.

Wieder zu Hause hörten wir die News, wo sie sagten, dass einige Tankstellen schon ohne Benzin wären und nicht wissen, wann sie mit Nachschub rechnen können. Helmuth fuhr dann doch gestern Abend nochmals zur nahegelegenen Tankstelle und tankte sein Auto voll (für $ 2.05 pro Gallone).

Heute morgen fuhr er dann noch vorsichtshalber auch mit meinem Auto tanken. Die eine Tankstelle, wo er gestern Abend war, hatte aber kein Benzin mehr. Dann fuhr er zu einer anderen Tankstelle in der Nähe, die richtig alt ist und bei der wir noch nie getankt haben. Die haben sogar noch solche Tanksäulen, wo man erst drinnen bezahlen muss. Der Besitzer (ein Inder) fragte Helmuth, wie viel er denn brauchen würde und Helmuth meinte: wahrscheinlich 10 Gallonen. Und der Mann war so unverschämt und wollte tatsächlich $ 40 haben!!! Da ist Helmuth natürlich sofort wieder gegangen, lach!

Er fuhr dann weiter zu einer anderen nahegelegenen Tankstelle und die hatte zwar schon einige Zapfsäulen wegen Benzinmangel geschlossen, aber noch nicht alle. Dort tankte er dann für $ 2.19 pro Gallone.

Vorerst haben wir keine Ahnung, wie lange dieser "Zustand" anhalten wird. Wir warten nun einfach ab, was passieren wird. Wir hoffen sehr, dass es nicht zu lange anhält, denn wir erwarten zum Ende der kommenden Woche lieben Besuch aus Deutschland und da würden wir gerne alles wie üblich bei uns haben.

Ansonsten erinnert uns diese Situation an unseren Roadtrip im Juli 2012, als wir durch West Virginia fuhren und dort der Strom für mehrere Tage ausfiel und wir deswegen auch nirgendwo tanken konnten (Link zu Blogbericht klick).

2 Kommentare:

  1. Dann viel Glück, dass das Problem schnell gelöst wird! Man merkt ja immer erst wie abhängig man von manchen Sachen ist, wenn es mal "ernst" wird.

    Sehr traurig, dass sich manche Leute schnellstens bereichern wollen....

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  2. Helmuth hatte recht dass er bei diesem Ausbeuter nicht getankt hat. Inder sind ja, wie man oft hört, sehr geschäftstüchtig; aber da hört sich der Spass wohl auf! Hoffentlich kann das schnellstmöglich repariert werden. Dieser Zustand ist ja nicht nur schlimm für die Menschen sondern in diesem Fall auch für die Natur. Viel Glück!!

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