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Samstag, 3. Juni 2017

Ein Freitagsausflug nur zu zweit

Am Freitag vor einer Woche (am 26. Mai) hatte Helmuth sich einen Tag Urlaub genommen und wir haben gemeinsam einen Tagesausflug gemacht.

Ben schrieb an dem Tag seine erste EOG, das sind diese grossen Tests, die am Ende des Schuljahres geschrieben werden. Die Schulen betonen das jedes Jahr, dass wir darauf achten sollen, dass die Kinder an den EOG-Tagen gut ausgeruht sind und morgens ein gutes Frühstück haben. Das Thema Frühstück gefällt Ben besonders gut. Er frühstückt jeden Morgen vor der Schule nur Cerealien mit Milch, aber an diesen Terminen machen wir ihm immer etwas Besonderes. So gab es an dem Morgen Spiegeleier, Hashbrowns und Bacon:


Helmuth und ich haben Ben bequem zur Schule gefahren und danach haben wir zwei alleine einen Ausflug gemacht. Das Ziel des Tages war der Dupont State Forest in Western North Carolina - knapp 2 Stunden von uns entfernt.

Los ging es über den Interstate 40 Richtung Westen:




Wir hatten zu Hause nicht gegessen, denn wir hatten uns überlegt, in Hendersonville das deutsche Restaurant "Haus Heidelberg" auszuprobieren.



Ich hatte Champignon-Spinatsuppe und danach Käsespätzle. Helmuth hatte einen sehr leckeren typischen deutschen Salat und danach ein Schaschlik-Schnitzel mit Bratkartoffeln. Und als Dessert teilten wir uns ein Stück Schwarzwälder Kirschtorte. Wir fanden das Essen sehr lecker hier, die Schwarzwälder "ging so", die war nicht zu vergleichen mit der, die wir vor kurzem in Greenville, SC gegessen hatten.


Nur 20 Minuten später waren wir im Dupont State Forest angekommen:


Als erstes ging es zum Visitor Center, um uns mit etwas kostenlosem Kartenmaterial einzudecken und wir sprachen mit dem Ranger, der uns erklärte, wie wir die geplante Wandertour zu mehreren Wasserfällen am besten machen. Übrigens ist - wie immer in NC und im Gegenteil zu manchen anderen States - der Eintritt zu den State Forests kostenlos (auch States Parks usw.).


In ganz North Carolina gibt es wahnsinnig viele Wasserfälle und deswegen nennt man das hier auch das "Land of Waterfalls":



Die Wanderung ging überwiegend durch bewaldetes Gebiet, was gut war, denn im Schatten fühlte es sich dann nicht so unangenehm heiss an.


Als erstes kamen wir zur Covered Bridge:


Blick von der Brücke - hier ist man genau oberhalb von den High Falls Wasserfällen:





Von hier aus ging der Hiking Trail weiter...


... und als nächstes bekamen wir einen freien Blick auf die High Falls:


Wir probierten es mit dem Selfie Stick und hatten unseren Spass - das üben wir wohl noch, haha:




Weiter ging es. Man kann bis unterhalb von den High Falls wandern. Am Little River entlang kamen wir immer näher an die High Falls:




Ein tolles Plätzchen Natur! Das Wasser der High Falls fällt 120 Feet tief (= 36,5 m):



Dann ging unsere Wanderung weiter, diesmal ging es über Holztreppen wieder nach unten an den Little River:


Als nächstes kamen wir zu den Triple Falls. Die heissen deswegen "dreifach", da man hier "nebeneinander" 3 Wasserfälle sieht. Man konnte sie aber nicht alle 3 auf ein Foto bekommen. Hier sind einmal die 2 oberen Wasserfälle:


Und wenn man nach links blickt, sieht man den dritten Wasserfall von schräg oben:


Bei diesen Triple Falls sind Szenen aus den Movies "Hunger Games" und "Der letzte Mohikaner" gedreht worden! Sieht auch wieder super cool aus hier:


Die Wasserfälle führten gerade sehr viel Wasser, da es in den letzten Tagen Regen gab:







Dann verliessen wir den Bereich der Triple Falls. Auf dem weiteren Wanderweg hatte man aus der Distanz nochmals einen guten Blick auf die Triple Falls - hier kann man besser erkennen, warum sie so genannt werden:



Der Wanderweg ging weiter zu den Hooker Falls:







Dann machten wir uns wieder auf den Rückweg Richtung Parkplatz. Der Wanderweg war insgesamt 4,5 Meilen lang (= 7,25 km).


Von hier aus fuhren wir in das ein paar Minuten entfernte kleine Städtchen Brevard. Dort wollten wir in einem stylischen Diner einen Milkshake trinken. Als wir in Brevard ankamen, war die Hauptstrasse wegen einem "Special Event" gesperrt - das hörte sich vielversprechend an.

Brevard entpuppte sich als kleines, nette Städtchen und hat uns unheimlich gut gefallen.




Food Trucks fuer das Festival
Wir schlenderten durch das Städtchen und besuchten Rocky's Grill & Soda Shop:


Hier holten wir uns zwei super leckere Milkshakes, einmal Erdbeere-Banane und einmal Banane-Schokolade. Die waren sowas von lecker mit Fruchtscheibchen drinnen und so dick, dass man sie mit dem Löffel essen musste:




Dann gingen wir zurück auf den Hauptplatz, wo das White Squirrel Festival - ein free Music und Art Festival über 2 1/2 Tage - stattfand. Inzwischen stand schon die erste Band auf der Bühne:


Man konnte hier natürlich auch Bier (aus der örtlichen Brauerei) kaufen...


... aber erst nachdem festgestellt wurde, dass man wirklich 21 Jahre alt ist 😂:




Wir hatten hier eine richtig gut entspannte Zeit. Wir blieben ein paar Stündchen, schauten uns auch die nächste Band an:


Hier auch ein kleines Video von der Band aus Richmond, Virginia:


Dann irgendwann nach 8 Uhr abends machten wir uns wieder auf den Heimweg, denn wir hatten noch ca. 1 3/4 Stunden Fahrtzeit bis nach Hause. Mit Ben waren wir immer wieder in telefonischem Kontakt, aber mit seinen fast 14 Jahren fehlten wir ihm überhaupt nicht, lach!

Wir hatten dann doch noch einen kleinen Hunger und fuhren dafür bei Asheville kurz vom Interstate ab und landeten bei einem sehr feinen McD, wo wir eine Kleinigkeit for-to-go mitnahmen.

Ich habe mal ein paar Fotos von diesem McD gemacht, der ganz anders als sonst aussieht. Das liegt daran, dass in diesem Viertel von Asheville alle Restaurants und Geschäfte usw. sich dem Baustil der Gegend anpassen müssen:




Diesen Laden findet man sonst selten in so feinem, gediegenen Ambiente 😊. Hier auch ein kleines Video, wo man das Piano sieht, was in der Ecke automatisch Musik spielte:


Dann ging es wieder weiter und über den Interstate 40 gemütlich nach Hause:

Kommentare:

  1. Eine schöne Wanderung!

    Warum heisst es denn Transylvania County, sieht es dort aus wie in Rumänien oder wohnen dort viele Menschen, die aus Rumänien eingewandert sind? (Ich war noch nie in Rumänien.)

    Es ist schön für die Landschaft, dass es mal ein anderer McDonald's war! (Meist sieht ja dann doch alles so gleich aus....)

    Ein schönes Wochenende!!!

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    1. Ja, das hat uns dort super gefallen. Soweit wie ich gesucht habe, scheint der Name Transylvanian County einfach mit der Übersetzung des Wortes aus dem Lateinischen zu tun haben. "Trans" "Silva" = "Across" "Woods", denn hier gibt es sehr viele Forests.

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  2. Ach was ein herrlicher Ausflug habt ihr da gemacht. Das sah ja sehr schön aus mit den Wasserfällen und die Wege sahen auch gut zu laufen aus. Zu "Zweit", dass ist etwas, woran ich irgendwann arbeiten muss ;-) *lol*
    Der McD sah ja so schön aus, sie sollten das irgendwie immer der Umgebung anpassen, dass wäre mal ein neues Konzept. Rocky's Grill sah typisch amerikanisch aus, ich mag das sehr. Was ihr so alles an leckeren Mahlzeiten zu euch nahmt, dass ist ja yummi yummi :-). Hat Helmut denn da sein Ausweis vorzeigen müssen, weil er so schmunzelnd weg lief?

    Tolle Gegend bei euch, es würde mich sehr reizen. Es ist immer sehr schwer, wenn es mal in die USA für uns geht..... wohin, am besten alles bereisen. Einmal die ganzen Sommerferien (9 Wochen) einfach losfahren ..... wenn ich im Lotto gewinne, dann bin ich weg. Jetzt waren es aber nur 5,10€ *megagewinn* :-)

    Schöne Grüße aus Kärnten

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    1. Der McD sah wirklich sehr chic aus. Die Läden sollen aber sonst immer gleich aussehen, damit die Kunden sie schon von weitem wiedererkennen.

      Ja, Helmuth musste seinen Ausweis vorzeigen und dann bekam er das Armband, so dass sein Alter nicht jedes mal wieder überprüft werden muss ;-).

      Das stimmt, die USA haben soooooo viele schöne Ecken zum Bereisen...

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