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Samstag, 8. Juni 2013

Summer Camp und Führerschein

In den USA ist es sehr üblich, seine Kids in den langen Sommerferien in Summer Camps zu schicken. Es werden 'an jeder Ecke' irgendwelche Camps angeboten, über Sportarten, Kunstaktivitäten, Lern/Schulcamps, Science-Camps, Zeltcamps, Kirchencamps u.v.a. Es gibt Summer Camps, die nur halbtags sind und es gibt natürlich Ganztages-Camps, die besonders wichtig sind, wenn beide Elternteile arbeiten.

Da ich zu Hause bin, sind Summer Camps für Ben kein 'MUSS', sondern einfach nur als Fun gedacht. Wir entschieden uns für ein Soccer Camp, das in der vergangenen Woche von dem Soccer Team von Tamara's High School angeboten wurde. So ging Ben täglich von 9 - 12 Uhr zum Fußballcamp.

Am Montagmorgen ging es los. Wir waren froh, daß immer wieder Wolken vor die Sonne kamen, denn es war sehr heiß. Die Kids warteten, bis alle angemeldet waren und es endlich losging. Hier ist Ben mit seinem Freund Christian (es waren 5 Jungs aus unserer Neighborhood dabei):



Dann endlich kam der Ruf: "All Campers on the field" und alle rannten los:


Mittags kam Ben dann gemächlichen Schrittes vom Feld.

Es war eine heiße Woche und nach 3 Stunden Sport waren die Jungen und Mädchen immer ganz nett ausgepowert.

Schnell ging es nach Hause, duschen, was Gutes essen und danach relaxen bei einem You Tube Video auf dem Kindle und dazu etwas Leckeres knabbern.

Ben wurde morgens von einer Nachbarin mitgenommen. Er war immer schon sehr früh fertig und wartete fußballspielend in der Einfahrt auf sie:



Dieses Soccer Camp war für Jungen u. Mädchen von 5 - 14 Jahren. Die Kids wurden in 4 Gruppen (nach dem Alter) eingeteilt. Sie übten dann vormittags an mehreren Stationen verschiedene Tricks und am Ende des Tages spielten sie dann noch ein / zwei richtige Games. Dafür mischten sie die Teams dann wieder zusammen.


Wie meistens sieht Ben aus, als gehörte er altersmäßig nicht zu diesen Jungs. Er ist irgendwie immer größer als die anderen. Wir wundern uns oft darüber, dann wir sind überhaupt nicht auffällig groß. Auf dem letzten Foto oben sieht man ihn mit einem Freund noch von seiner ersten Schule hier in den USA und der ist auch 10 Jahre alt.

Es war wieder erstaunlich, wie viele bekannte Gesichter man bei diesem Soccer Camp traf. Hickory ist irgendwie klein und doch groß (40.000 Einwohner) und doch trifft man bei vielen Anlässen immer wieder Bekannte.

Am Ende des Summer Camps gab es für jedes Kid ein T-Shirt als Souvenir. So sieht der Rücken davon aus, die High School heißt Fred T. Foard High School:


Während Ben täglich auf dem High School Gelände Fußball spielte, saß Tamara jeden Tag in der Cafeteria der Schule für "Drivers Ed". Sie hat angefangen mit den Theorieklassen für den Führerschein. Nächste Woche Montag muß sie nochmals, dann ist sie fertig mit der Theorie und kann mit Fahrstunden anfangen. Damit beschäftigt sie sich zur Zeit:



Es ist hier so, daß die Kids mit 15 Jahren ihren "Permit" machen dürfen. Das ist der Führerschein, wo man nur in Begleitung der Eltern fahren darf. Dann mit 16 Jahren kann man den 'richtigen' Führerschein machen. Wir haben es nicht eilig damit ;-)! Wir können natürlich selber entscheiden, wie lange wir sie neben uns fahren lassen, bevor sie alleine fahren darf...

Sowohl die Theoriestunden als auch die Fahrstunden werden in der High School (kostenlos!!!) gemacht. Die High School hat eine fest angestellte Fahrlehrerin, die das macht. Verglichen mit den Kosten in D für einen Führerschein hört sich das hier sehr billig an, was uns natürlich freut!

Kommentare:

  1. Das ist echt eine tolle Sache mit den Camps. Hier kosten die echt eine Stange Geld. Es gibt aber auch günstigere Angebote von Kirchen, aber ganz ehrlich.......da sind dann auch die Kinder die nicht ganz so nett sind. Das mag Jonas dann nicht......wenn die so frech sind.

    Da drücken wir Tamara mal die Daumen für den Führerschein und Mama wünschen wir gute Nerven :-) Ich habe aber das Gefühl, dass in der USA die Jugendlichen etwas vernünftiger fahren. Vielleicht liegt es doch an den großen Straßen oder den Strafen........ich kann mich auch irren, aber es kommt mir halt so vor!

    Dann wünsche ich weiter schöne Ferien

    LG
    Claudia

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    1. Oh ja, ich brauche auf jeden Fall Nerven wie Drahtseile, um zumindest die ersten Male mit Tamara als Fahrer zu überstehen, lach! Wie konnten es unsere Eltern damals nur machen... Das Fahren hier ist aber auf jeden Fall einfacher, da man nicht auch noch mit Kupplung und Schaltung beschäftigt ist, wie das damals bei uns war.

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  2. Oh ja, Führerschein in den Staaten sind echt super günstig, verglichen mit Deutschland... Ich habe für meinen Illinois Führerschein damals nur 5$ bezahlt :) Wünsche deiner Tochter viel Erfolg bei dem Führerschein-machen!

    LG Judith

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    1. So ähnlich hat uns der Führerschein auch nur gekostet, aber wir konnte ja schon fahren. Wir mußten aber trotz über 20 Jahren deutschem Führerschein hier nochmals die Theorieprüfung und die Fahrprüfung machen...

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    2. Ja, das ist wohl normal. Aber bei den Preisen und der "Einfachheit" der Prüfungen geht das, finde ich. Für die deutsche Prüfung muss man ja viel merh lernen und schließlich zeigen.
      Umgekehrt ist das aber wohl noch viel schlimmer. Meine Gastmutter lebte damals für 8 Jahre in Deutschland. Sie musste auch nochmal den kompletten Führerschein machen (inklusive Fahrstunden & Theoriestunden) und der Preis ist in Deutschland ja auch noch einmal etwas ganz anderes...

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  3. Ich hab mal für ein paar Male "Drivers Ed" während meines Austausches besucht. Mit dem Unterricht in Deutschland ist das wirklich kaum zu vergleichen! :D
    Was mir in Deutschland aber wesentlich besser gefallen hat, war der Fragebogen zu Anfang der Stunde und die fehlende Präsentation von langweiligen Fakten, die ungefähr tausend Mal durchkaut wurden, obwohl man sie eh schon kannte. Und wir Fahrschüler wurden durchgehend in den Unterricht mit einbezogen, was die Langeweile reduziert hat.
    Aber ich habe ehrlichgesagt keine Ahnung, ob es nur an dem Lehrer lag, dass der Unterricht so richtig langweilig war in den USA. :D

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    1. Tamara kam schon am ersten Tag von Drivers Ed nach Hause und sagte nur, daß es sooo langweilig wäre und daß ihr Arm so schmerzen würde, da sie dauernd Notizen schreiben mußten.

      Ich kann mich nicht daran erinnern, ob ich damals zu meiner Zeit die Theoriestunden auch so langweilig fand, ist immerhin schon über 20 Jahre her bei mir, lach! Aber wir gingen nur ein- bis zweimal die Woche für ca. 1,5 Stunden dahin und bei Tamara ging das jetzt 5 Tage lang von morgens 8 Uhr bis 2.30 Uhr mit wenig Pausen dazwischen, da wird das Thema einfach auf Dauer zu langwierig.

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