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Sonntag, 8. Februar 2015

Unser Trip nach Charleston - Tag 2

Am Morgen unseres zweiten Tages in Charleston mußten wir feststellen, daß Ben leider wirklich krank war. Er hatte Fieber und Halsschmerzen und fühlte sich schlapp. Er flüsterte sogar überwiegend, da er meinte, seine Stimme wäre weg.

Tamara - unsere Schlafmütze - wollte auch nicht aufstehen und so gingen Helmuth und ich alleine zum Frühstück, das mit im Übernachtungspreis war. Wir waren begeistert, wie gut die Auswahl beim Frühstück war. Es gab die üblichen Dinge, wie z.B. Cereals, Joghurt, Obst, Donuts, Bagels & Co. und ein paar sehr leckere tägliche wechselnde warme Dinge:


Auf einem Tablett nahmen wir Frühstück für unsere Kinder mit auf's Zimmer:


Nach einigem Hin und Her entschieden wir, daß wir nur zu Dritt losziehen und uns Charleston anschauen und Ben wollte lieber den Tag im Bett verbringen (und TV schauen). Es machte ihm nichts aus, alleine im Hotel zu bleiben. Wir wollten einfach das Beste aus der Situation machen. Wieder ließen wir Ben gut versorgt mit heißem Tee, Medizin und meinem Cell Phone zurück:


Ben textete über die nächsten Stunden immer wieder mit uns und teilte uns mit, wie er sich fühlte und wie sich sein Fieber entwickelte. Und wir schickten ihm immer wieder Fotos von den Plätzen, wo wir gerade waren.

Als erstes fuhren wir zum Magnolia Cemetery, einem historischen Friedhof, der bis in die Zeit des Civil War zurückreicht. Ich weiß schon von ein paar amerikanischen Freunden, wie sehr sie sich gewundert haben, daß wir  uns einen FRIEDHOF anschauen, lach! Doch das gehört absolut zur Geschichte dazu und wir und besonders Tamara waren super fasziniert von diesem Friedhof. Wir haben einige Zeit hier verbracht. Wir sahen andere Touristen, die einfach nur mit dem Auto über den Friedhof fuhren und aus dem Auto heraus (auf typisch amerikanische Art) Fotos machten.

Wir machten einen ausgiebigen Spaziergang über den riesigen Friedhof mit den sehr alten verwitterten Grabsteinen:

Das "Spanish Moss" hängt von den Bäumen (sieht cool aus, finde ich!)
Besonders solche ungewöhnlichen Grabkammern faszinieren uns
Soldatengräber
Man sah auf vielen Gräbern von Soldaten die Südstaaten-Flagge
Und noch mehr Spanish Moss an den Bäumen
Die Blumen blühen hier auch im Januar:


Von hier aus fuhren wir wieder nach Charleston hinein und schlenderten durch die vielen Straßen mit den schönen alten Gebäuden. Besonders schön ist die "Rainbow Row", mit 13 farbenfrohen historischen Reihenhäusern:







Und wohlgemerkt, es ist Januar und viele Häuser haben trotzdem sehr schöne Blumenkübel unter den Fenstern hängen:


Wir kamen auch ans Wasser, wo ich schnell ein paar Fotos machte. Der Himmel hatte sich an dieser Seite gerade etwas dunkel zugezogen, doch glücklicherweise ging das bald wieder weg. Nicht gerade das beste Licht, um zu fotografieren:



Nach einer Weile hatten wir etwas Hunger und stoppten in einem kleinen netten Diner. Wir wollten eigentlich nur eine Kleinigkeit essen, doch hier entpuppten sich sogar die "Appetizer" (= Vorspeise) als riesige Portion. Lecker war es auf jeden Fall, wenn auch ein bisschen zu viel für unseren kleinen Hunger. Tamara genoß es, daß wir am Fenster saßen und so ganz toll Leute beobachten konnten, die draußen vorbeigingen:


Typische Kutschfahrt mit Touristen
Irgendwann fuhren wir dann wieder ins Hotel zurück, um nach Ben zu sehen. Der blaue Himmel zeigte sich wieder von seiner schönen Seite. Ein paar Fotos aus dem Auto heraus gemacht:


Ben ging es nicht ganz sooo schlecht, aber er hatte wieder Fieber und wollte lieber weiter im Bett bleiben. Unser Hotel hatte einen Salzwasser-Indoorpool und normalerweise ist Ben unsere absolute Wasserratte und liebt solche Dinge sehr. Heute aber hatte er keinen Drang, den Pool auszuprobieren... Tamara und Helmuth wollten aber gerne ein paar Runden im Pool schwimmen und machten das dann auch:


Später machten wir uns fertig, um nochmals wegzugehen - und wieder ohne Ben. Wir fuhren in die 10-Minuten-entfernte Tanger Outlet Mall, wo wir in ein paar netten Geschäften bummelten und das ein oder andere Schnäppchen fanden:


Irgendwann textete Ben uns, daß sein Fieber auf 39° C angestiegen wäre und deswegen fuhren wir zu ihm zurück. Wir hielten noch bei Panera Bread an, wo wir ihm eine gute heiße Chicken Noodle Soup mitnahmen und mit dabei war ein Riesenbaguette! Helmuth ließ mich am Hotel raus und er und Tamara fuhren nochmals weg, um für uns auch etwas zu Essen ins Hotel zu holen.

Ben aß nur ca. die halbe Suppe und verschlang aber das ganze Riesenbaguette. Ich aß übrigens die andere Hälfte seiner Suppe. Wenn meine Kinder krank sind, habe ich nie Angst, mich anzustecken - ich hab auch diesmal keine Probleme bekommen.

Das war unser 2. Tag in Charleston. Der Bericht vom 3. Tag folgt noch demnächst...

Kommentare:

  1. Ich habe Deinen Blog zufällig entdeckt und bin total begeistert wie ausführlich, informativ und spannend Du erzählst. Ihr seid eine richtig sympathische Familie - ich habe durch das bisherige Stöbern in Deinem Blog das Gefühl als würde ich Euch schon ewig kennen. Mit vielen Deiner posts kann ich mich identifizieren. Ich fühle mich mit NC sehr verbunden, da mein Sohn dort lebt (gar nicht weit weg von Euch). Ich kann es kaum noch erwarten ihn im April/Mai wieder zu besuchen. Ich freue mich sehr für Euch, dass ihr Euch so gut eingelebt habt und dass es Euch (bis auf die momentane Grippewelle) so gut geht. Ich wünsche Euch alles Liebe und Gute und freue mich wenn ich in Deinem Blog weiterstöbern darf.

    Herzlichst,
    Gabriele

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    1. Danke, Gabriele, für deine netten Worte! Ich freue mich immer, wenn sich ein Leser in den Kommentaren zu Worte meldet ;-)! Es macht mir viel Spaß unser "Abenteuer Auswanderung" im Blog festzuhalten. Es ist für uns selber eine Art Tagebuch, in dem man immer wieder zurückblättern und nachlesen kann, wie das "damals" so war.

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    2. Oh ja, ein wunderschönes Tagebuch - man hält fest und vergisst nichts.

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