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Dienstag, 17. Januar 2012

Diabetes - nein danke!

Am vergangenen Samstag hat Ben's Freund Connor bei uns übernachtet. Ben war so happy über seinen Sleepover-Gast, wir dagegen waren etwas aufgeregt, da Connor Diabetiker ist. Dieses Kind muß ich anders behandeln, als andere Kinder. Ich kann den Jungs z.B. nicht einfach ein paar Chips reichen, wenn sie danach fragen. Jedes Mal wenn Connor etwas ißt, muß man genau zählen / wiegen wieviel das ist und dann braucht er danach seine Insulinspritze...







Foto oben links: Das ist Connor's Meßgerät für seinen Blutzuckerspiegel. Foto oben rechts: Connor's Diabetes-Täschchen, das er immer dabei hat....

Connor wohnt zum Glück nur ein paar Häuser weiter. Sie sind vor einem knappen Jahr aus Tennessee hierhin gezogen und das war für ihn das erste Sleepover in NC. Seine Eltern haben sich sehr gefreut, daß wir das machen wollten! Seine Mom kam abends nochmals spät wegen seiner Spritze vorbei.

Morgens muß man seinen Blutzuckerspiegel um 8 Uhr messen. Connor macht das sonst immer selbst, wenn er wach ist, doch an den Wochenenden machen das seine Eltern, während er schläft und er wacht nicht auf! Wir hatten uns bereit erklärt, das selbst zu machen, damit Amy nicht so früh schon wieder kommen mußte. Sie hat uns das dann genau erklärt.

Am nächsten Morgen war ich sehr nervös. Einem "fremden" schlafenden Kind in den Finger zu pieksen, während es noch schläft, kostet etwas Überwindung. Wir haben es dann irgendwie geschafft, haha... Danach habe ich mit Amy telefoniert, um den gemessenen Wert durchzugeben und sie waren sehr zufrieden mit dem Wert und daß wir das gut gemacht hätten.

Connor blieb dann noch bis Mittags da und die Jungs haben viel Xbox gespielt (er hat seine eigene mitgebracht). Sogar Tamara hat mit den Jungs mitgespielt! Was so eine Xbox alles schafft, haha!! Siehe Fotos unten:






Diese Erfahrung mit Connor hat mir mal wieder gezeigt, wie dankbar ich sein muß, daß ich zwei gesunde Kinder habe. Es ist ganz schön kompliziert und schwierig, das Leben mit einem Diabetiker...

Am Sonntagnachmittag sind wir bei dem schönen Sonnenschein nochmals mit den Fahrrädern auf  Tour gegangen:







Die frische Luft hat wieder so gut getan... Wir sind unsere Runden gegangen und die Kinder sind einige Runden gefahren. Danach hatten sie ganz schön Farbe im Gesicht und einen Riesenhunger, haha. Wir sind dann zur Redbox gefahren, um zwei Wii-Spiele und eine DVD ausleihen. Dann haben wir noch eine Familienpizza geholt und es ging ab nach Hause und alle waren zufrieden ;-)

Kommentare:

  1. ohje wir nehmen es leider oft viel zu selbstverstaendlich das unsere kids gesund sind.... auf holz klopf..... schoene bilder wieder

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    1. Ja, das wird einem erst bei so einem Beispiel bewußt...
      Danke ;-) !

      LG
      Hedda

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  2. Respekt vor dem Pieks ;-), ich könnte das nicht mal bei mir. Dominiks Großeltern sind ja auch beide Diabetiker und messen auch vor jeder größeren Mahlzeit und müssen spritzen. Aber schön, dass das Sleepover so toll verlaufen ist. Und so ein technisches Spielzeug hilft manchmal sehr. Ich danke dem Erfinder des Nintendo DS, da er Langstreckenflüge enorm erleichtert mit Kindern *lach*. Winke aus Berlin, Yvonne

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    1. Connor muß nach jeder Kleinigkeit, die er ißt, mit der entsprechenden Dosis Insulin gespritzt werden... Ganz schön stressig, jeden Bissen zu zählen. Sein Vater ist auch Diabetiker, so daß die Familie super geschult ist in dieser Angelegenheit.

      Ja, ohne Nintendo und co ist die heutige Kinderwelt kaum vorstellbar. Da sind wir noch einen andere Generation, doch der Fortschritt geht weiter...

      LG
      Hedda

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  3. Hallo Hedda

    Gut gemacht mit dem Pieks. ;) Und 125 ist ja ein super Wert.Ich habe selber seit 21 Jahren Diabetes.(Im Juli werde ich 28) Ich habe mittlerweile eine Pumpe und muss zb (zum Glück)nicht mehr alles, was ich esse wiegen. Aber man muss schon genau aufpassen, immer Traubenzucker o.ä. dabei haben.
    Schön das Connor und seine Eltern so gut klar kommen damit.
    Mit Diabetes lebt es sich (eigentlich) ganz normal, vor allem wenn man damit groß wird. Für mich gibt es kein anderes Leben und ich sehe es nur ganz ganz selten als Belastung.

    Es gibt Wii Spiele zum ausleihen? Wie cool ist das denn? ;D

    Ganz liebe Grüße, Kerstin

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    1. Ja, Connor's Mom war auch sehr zufrieden mit dem Wert 125, den wir morgens an dem schlafenden Kind gemessen hatten! Ich denke auch, daß man sich an die ganze Routine gewöhnt...

      "Redbox" ist schon eine coole Sache. Diese Automaten gibt es überall. Man kann DVD's für $ 1 ausleihen und Games für $ 2. Dieser Preis ist, wenn man bis zum nächsten Tag 9.00 Uhr abends wieder abgibt.

      LG
      Hedda.

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    2. Toll das Du das gemacht hast. Manchen Eltern waere das vielleicht zu stressig oder woellten das nicht. Ich denke manche haben vielleicht eine Scheu davor. Umso schoener ist es das Ihr Euch damit befasst habt. Find ich klasse!

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    3. Danke, Bella! Das ist wahr, Connor's Eltern waren sooo begeistert, daß wir das machen wollten. Seit sie hier wohnen (knapp 1 Jahr) hatte Connor deswegen noch kein Sleepover... In Tennessee hatten sie auch nur ein Freundin, die sich bereit erklärt hatte, den Blutzuckertest am schlafenden Jungen zu machen...

      Amy hat immer wieder betont, was für eine große Sache das für sie ist, daß wir das machen wollen ;-). Wir haben es einmal gemacht und wir können es wieder machen...

      LG
      Hedda

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  4. Hi hedda,

    ich find das auch klasse, dass ihr euch dazu durchringen könnt. meine nichte hat auch diabetes und ich weiss, was man da für eine verantwortung auf sich nimmt. ich war die ersten male auch ziemlich nervös, wenn sie bei uns geschlafen hat. sie können ja auch mal tagsüber in unterzucker kommen oder anderesherum. meine schwester hat mir dann auch immer genau gesagt, was ich zu tun hatte. aber zum glück musste ich weder spritzen noch zucker messen. das konnte meine nichte alles selber. allerdings hat meine nicht schon seit längerem eine pumpe, sie braucht daher nicht mehr zu spritzen, sie muss nur noch die menge einstellen, und die pumpe pumpt automatisch insulin. gute erfindung.

    lg

    ruth

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    1. Ja, es ist wirklich eine Verantwortung, die man auf sich nimmt und nicht jeder ist bereit, das auf sich zu nehmen (lt. Connor's Eltern). Für Amy wäre es keine große Sache gewesen, morgens schon wieder zu uns zu kommen, um den Test selbst zu machen. Es war aber eine große Sache für sie, daß wir es machen wollten!

      LG
      Hedda.

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